Nach der schönen Tour im Loire-Tal letztes Jahr fuhren dieses Jahr vier MRCler nach Paris, um an der Tour in die Bretagne & Normandie teilzunehmen.
Auch dieses Jahr stand das Rudern nicht im Mittelpunkt, sondern eher die französische Kultur. Dabei hatten wir wieder sehr viel Spaß in der internationalen Gruppe (Tourenleitung durch Ruderer der Société Nautique du Perreux (SNP)/Frankreich; Teilnehmer aus den USA, Deutschland, Norwegen und Canada).
Auf dem Weg von Paris zur Küste gab es schon erste kulturelle Highlights: das „petite Venice“ Bonneval, ein kleiner Ort aus dem Mittelalter mit Kanälen, sowie das Chateaux de Fougères, eine mittelalterliche Burg in der Bretagne.
Eine Ûbernachtung in einem Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert im Grünen und das Abendessen im alten Saal waren einmalige Erlebnisse – Bier und Cidre im sonnigen Hof zur Ankunft, der Eßtisch im etwas angestaubten Saal abends herrschaftlich eingedeckt mit kleinen Messerbänkchen.
Ein weiterer Höhepunkt waren der Hafenort Saint Malo, eine Ausfahrt dort in coastal Booten und die frischen Austern am Abend in der Altstadt. Einer der französischen Tourenleiter war selber Winzer und verpflegte uns mit einer guten Auswahl an Weinen in den Lokalen während der Reise.
Dann folgte der Besuch von Mont Saint-Michel. Mont-Saint-Michel und seine Bucht ist eine von der UNESCO gelistete Stätte des Weltkulturerbes in Frankreich. Sie umfasst die Felseninsel Mont Saint-Michel mit der gleichnamigen Abtei und der umliegenden Meeresbucht im Ärmelkanal vor der Küste der Normandie.
In der Normandie wohnten wir dann direkt an der Küste in Luc sur Mer mit Blick aufs Meer. Auch hier genossen wir die französische Küche: unter anderem Meeresschnecken (bulots) mit Mayonnaise, flambierte Langusten und hinterher Calvados.
Es folgte ein Besuch der beeindruckenden Gedenkstätte/Museum in Caen. Das Mémorial de Caen dokumentiert die Operation Neptune mit der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 (D-Day) in der Normandie und die folgenden Kämpfe zur Befreiung der Normandie von der deutschen Besatzung, und bettet dies in die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Das Museum ist auf einem alten Nazi-Befehlsbunker gebaut, der auch zu besichtigen war.
Das Rudern auf dem Kanal in Caen zur berühmten Pegasus-Brücke fiel leider wegen des starken Windes aus, aber wir haben die Brücke dann von Land aus besichtigt. Da der D-day nahte waren dort viele Veteranen unterwegs. An der Küste flogen abends historische Kriegsflugzeuge über den Strand.
Wieder auf dem Rückweg nach Paris besichtigten wir Claude Monets Haus und Gärten in Giverny, einem Ort der Inspiration des Malers für die berühmten Seerosen.
Auch hatten wir noch eine schöne Ruder-Ausfahrt auf der Seine und machten letztlich noch in Versailles zur Schloßbesichtigung halt.
Tausend Dank an die Organisatoren und die nette Gruppe, die die Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben.
Konstanze Steinheimer-Breitkreutz



























